Sahara Henna

Was ist Henna?

Henna ist eine Pflanze, genannt Lawsonia Inermis. Diese wächst in Asien, von Indien bis nach Saudi Arabien, und in Afrika, von Ägypten bis Marokko. Die Blätter der Pflanze werden getrocknet, gemahlen und dann zu einer Paste gemischt.

Die Paste zieht in die Haut ein und färbt die ersten Hautschichten, welche nach einer gewissen Zeit erneuert werden. Henna ist also kein Tattoo und es färbt auch nicht permanent. Je dicker die Haut ist, desto dünkler kann das Henna werden. Die Handinnenfläche hat 6 tote Hautschichten, darum wird das Henna dort sehr dunkel.

 

Je nach Region hat Henna einen eigenen Namen.

Mehndi/Mehandi: Indien

Al Heena ‏الحناء‎ : arabischer Raum

Kina: Türkei

Henna ist eine der ältesten Formen der Körperkunst und geht bis ins Altertum zurück. In 60 Ländern ist die Körperbemalung mit Henna Brauchtum. Außerdem ist es nicht nur im Islam und Hinduismus bekannt, sondern auch in Christentum und Judentum.

Hauptsächlich verwendet man Henna für Hochzeiten. Zwei Tage vor der Hochzeit werden die Hände und Füße der Braut mit Henna bemalt. In Indien können diese Bemalungen bis zu den Ellbogen reichen.

 

Jede Region hat ihren eigenen Stil Henna zu malen.

In Indien füllt das Hochzeits-Henna die ganze Handinnenfläche wie ein Handschuh. Typische Motive für indisches Henna ist Pfaue und Braut und Bräutigam Traditionell werden darin die Initialien des Ehegatten versteckt, welche er dann suchen muss. Sobald eine indische Frau verheiratet ist, darf sie erst den Haushalt machen, wenn ihr Henna komplett verblasst ist.

Arabisches Henna ist eher simple und elegant mit floralen Motiven.  

Nordafrikanisches Henna, wie z.B. in Marokko, ist geometrisch mit geraden Linien. Früher hat man darin Symbole versteckt, um sich vor dem „Bösen Blick“ zu schützen.

 

Mit Henna kann man sich auch seine Haare färben. Henna stärkt das Haar und macht es voller. Der Prophet Muhammad (saw) hat seinen Bart mit Henna gefärbt um sich von Juden und Christen zu unterscheiden.

Weiters ist es gesund, seine Nägel mit Henna zu färben. Es ist eine gesunde Alternative zu Nagellack, welcher wegen der Gebetswaschung nicht getragen werden kann. Das Henna stärkt die Nägel und sorgt dafür, dass sie nicht spröde werden. Die Nägel bleiben so lange gefärbt bis es rauswächst. Bei Handnägeln kann das bis zu 3 Monate dauern, bei Fußnägel sogar über ein halbes Jahr. Mit der richtigen Mischung bekommen die Nägel einen schönen rotbraunen Farbton.

 

Schwarzes Henna 

Das sogenannte „Schwarze Henna“ ist mit einem chemischem Färbemittel namens Para-Phenylendiamin, kurz PPD, gemischt.  Bei einer allergischen Reaktion können sich innerhalb von 10 Tagen schmerzhafte Blasen bilden. Dies kommt vom im PPD enthaltenen ätzenden Kerbelsaft. 3 Woche nach dem Auftragen kann sich eine infektiöse, schorfige Wunde entwickeln, die später eine unschöne Narbe hinterlassen wird. In schlimmsten Fällen kann es sogar zu Hautkrebs führen. 

 

Wie erkenne ich was der Henna-Künstler verwendet?

Geruch:

Natürliches Henna erkennt man schon am Geruch. Meistens riecht es angenehm nach dem ätherischen Öl, das man bei der Mischung verwendet hat, bei meinem Henna z.B. nach Lavendel.

 

Farbe:

Wenn die Paste kohlschwarz ist, dann handelt es sich um PPD. Natürliche Hennapaste ist dunkelgrün bis braun.

 

Fragen Sie den Künstler wie lange die Paste auf der Haut bleiben muss.

Wenn der Künstler sagt, dass man die Paste innerhalb einer Stunden runtergeben kann und danach schon schwarz ist, dann handelt es sich um PPD.

Natürliches Henna sollte mehrere Stunden auf der Haut bleiben um einzuziehen und ist nach der Abnahme erstmal orange und färbt sich dann innerhalb der nächsten 48 Stunden braun.

Ich persönlich habe so gut wie immer Henna auf meinen Händen, um den Leute eine Vorstellung davon zu geben, wie das Resultat aussehen wird. So wird auch die Sicherheit gewährt, dass es sich um natürliches Henna handelt.

 

Fragen Sie, wie lange das Henna-Tattoo halten wird.

Ein „Schwarzes Henna“ verblasst nach einer Woche und wird violett oder dunkelbraun. Ein richtiges Henna kann bis zu 4 Wochen halten und geht von anfangs braun/dunkelbraun in orange über.

 

Fragen Sie ob und wie der Künstler das Henna mischt.

Wer sein Henna selber macht, gibt gerne Auskunft über die enthaltenen Zutaten. Natürliche Hennapaste besteht aus Hennapulver, Zitronensaft, Zucker und ätherischen Ölen.

 

Gehen Sie lieber auf Nummer Sicher und nehmen Sie sich Zeit all diese Fragen zu stellen. Die Folgen "Schwarzem Henna" sind sehr schwerwiegend und schaden sehr der Gesundheit.